Chancen und Risiken

Neben der Freude auf das Kind bewegt schwangere Frauen und zukünftige Väter die Sorge um die Gesundheit ihres ungeborenen Kindes. Hierzu gibt es eine Reihe von vorgeburtlichen Untersuchungen:

  • Ultraschall
  • spezielle Blutuntersuchungen
  • Nackentransparenzmessung
  • Chorionzottenbiopsie (Gewebeprobe aus dem zukünftigen Mutterkuchen)
  • Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung)

Eine Übersicht der vorgeburtlichen Untersuchungen gibt es bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) www.schwanger-info.de oder auf www.pnd-beratung.de

Mit Hilfe der Untersuchungen kann eine begrenzte Anzahl von Erkrankungen wie z.B. Trisomie 21, Trisomie 13, Trisomie 18, Spina bifida oder Herzerkrankungen festgestellt werden.

Unauffällige Untersuchungsergebnisse können keine hundertprozentige Sicherheit für ein gesundes Kind garantieren, da nur einige Erkrankungen diagnostiziert bzw. ausgeschlossen werden.

Unklare Befunde können weitere Untersuchungen nach sich ziehen. Ihr Gynäkologe wird sie dazu an Spezialisten überweisen. Die Unsicherheit über den Ausgang der Untersuchungen führen häufig zu einer emotionalen Belastung, die die Bindung zu dem ungeborenen Kind beeinträchtigen kann, da Untersuchungsergebnisse häufig erst zwischen der 14. und 22. Schwangerschaftswoche vorliegen.

Bei einem schwerwiegenden Befund sieht sich die Schwangere im bereits fortgeschritten Zeitraum der Schwangerschaft dem Druck ausgesetzt, eine Entscheidung über die Fortsetzung ihrer Schwangerschaft treffen zu müssen

Dann tauchen Fragen auf wie

  • Was bedeutet es für mich, meinen Partner, unsere Familie, vielleicht ein behindertes Kind zu bekommen?
  • Wäre die Erkrankung oder Behinderung des Kindes behandelbar?
  • Wären wir dem Leben mit einem behinderten Kind gewachsen?
  • Welche Unterstützung würden wir bekommen?
  • Was geschieht, wenn ich die Schwangerschaft abbreche? Kann dies unsere Partnerschaft (er-)tragen?
  • Wie würden die Familie, die Nachbarschaft, Freunde, Kollegen reagieren?
  • Was würde unsere Entscheidung für die weitere Familienplanung bedeuten?
  • Wie kämen wir im Falle eines Abbruchs mit unseren Schuldgefühlen zurecht?

Siehe auch: www.pnd-beratung.de